Der Weg zur OP
...oder wie er eigentlich sein sollte! :-)

Für Alle, die vom Übergewicht betroffen sind, und mit dem Gedanken einer OP spielen, und auch für Alle "Nur so"-Interessierten versuche ich hier zu erklären, was man anstellen muss, bis es zur OP kommt:
Zuerst solltet Ihr für Euch selbst den Entschluss zu einer Operation getroffen haben! Und dies sei reiflich überlegt, es bleibt ein nicht zu unterschätzender Eingriff unter Vollnarkose, der an sich schon einige Risiken birgt.
Gleichzeitig sollte man bedenken, dass übergewichtige Menschen an sich schon ein erhöhtes Risikopotenzial haben, was auf der einen Seite am Übergewicht selber liegt. Je nach Menge an Übergewicht ist es auch in so fortgeschrittener Zeit für die medizinischen Geräte nicht leicht, das komplette Gewebe zu durchdringen, um an die zu messenden Werte zu gelangen. Dies kann zur Folge haben, das etwaige organische Störungen oder gar Ausfälle zu spät vom medizinischen Personal erkannt werden können. Desweiteren gibt es auch noch die Begleiterkrankungen von Übergewicht (Bluthochdruck, Diabetes, etc), die einzeln für sich genommen schon das Operationsrisiko erhöhen.

Wenn Ihr all das durchdacht habt, und Euch nun wirklich dazu entschlossen habt, dann sucht Ihr Euren Arzt des Vertrauens auf und besprecht Euer Vorhaben. (Er sollte auch davon überzeugt sein, dass für Euch eine OP in Frage kommt, da er das wichtige Papier für den Kostenübernahmeantrag bei der Krankenkasse ausstellen muss!!)
Wenn Ihr Euch einig seid, stellt Herr oder Frau Doktor einen Einweisungsschein für das Krankenhaus aus, in dem er das geplante Operationsvohaben vermerkt. Mit dem müsst Ihr dann zu Krankenkasse.
Wichtig!! Damit es bei der Bewilligung keine Schwierigkeiten gibt, solltet Ihr wenigstens folgende Bedingungen erfüllen:
1. Ihr müsst massives Übergewicht haben! Ärzte reden hier gerne von "Adipositas per magna"
2. Für die Krankenkasse muss in ihren Unterlagen nachvollziehbar sein, dass alle anderen Möglichkeiten zur Gewichtsreduktion ausgeschöpft sind. (längere Ernährungsberatung, "Abnehm"-Kuren, alles von der Kasse finanziert.)
Sollte das so sein, habt Ihr vielleicht soviel Glück wie ich, und seit nach nicht mal 5 min. mit dem Bewilligungsstempel auf dem Formular wieder raus!
Dann ist, falls noch nicht geschehen, der Zeitpunkt, sich eine Klinik zu suchen, die diese OP´s durchführt und für Euch die Richtige ist. Infos dazu findet man am Besten im Internet oder von Betroffenen, die schon operiert sind (so Eine, wie mich!! ;-))
klickt hier und Ihr findet das offizielle Forum vom Adipositas Verband Deutschland e.V..
Hier ist ein Forum, auf privater Basis organisiert zum Austausch VON Betroffenen FÜR Betroffene.

Dann besprecht Ihr mit der Klinik, welche Operationsmethode für Euch geeignet ist. Meine Art der OP zählt heute schon zu den Altertümchen und ist nicht mehr ganz "Up-to-date"! ;-)
Bei mir war es dann so, dass einige Blut- und Röntgenuntersuchungen fällig waren, um auszuschliessen, dass keine andere Krankheiten an meinem Übergewicht schuld sind, oder ob ich nicht vielleicht Krankheiten hab, die das Abnehmen von sich aus mitbringen. Gleichzeitig wurde dabei festgestellt, ob ich in einem gesundheitlichem Zustand bin, der einer großen Bauch-OP gewachsen ist. (Das hatten wir oben schonmal...)
Bei mir gaben dann alle zugeschalteten Stellen grünes Licht, und es konnte mit der Klinik ein Termin zur Aufnahme und OP ausgemacht werden.
Ich möchte nochmal darauf hinweisen:
Ich gehöre zwar einer Berufsgruppe mit medizinischen Kenntnissen an, bin aber kein Arzt!!
Alles hier geschriebene ist nur mein Erfahrungsbericht und hat keine Allgemeingültigkeit.

Hier bitte Meinungen/Äußerungen zur Berichterstattung.
Liebe Grüße/Wünsche/Anregungen zur Gesamtseite bitte weiter ins Gästebuch!
