Die Sache mit dem Gewicht....

Manche, die mich schon länger kennen, wissen, es gab mich auch mal in einer etwas anderen "Ausgabe". Manche wiederum erkennen mich auch gerade deshalb oft nicht wieder. (Ist ja auch nicht immer soo schlimm! ;-))
Ohne die Spannung für die, die mich erst in den letzten Jahren kennen gelernt haben, zu sehr erhöhen zu wollen...
So ähnlich sah ich aus, bis sich am 03.07.1998 mein Leben veränderte. Dieses Foto zeigt mich ca. 6 Monate vor diesem Tag:

Mit einem Höchstgewicht von zum Schluss fast 147 kg und einer Kleidergröße, die schon fast einem "Ein-Mann-Zelt" glich, hatte ich endlich meinen "geplatzten Knoten". Jahrelange mehr oder weniger halbherzige Diätversuche sollten ihr Ende haben, denn mir war klar, dass ich diese Menge an Gewicht, die ich mit mir zuviel herumtrug, nicht alleine bewältigen konnte.
Bei diesem Gedanken war mir (ich weiss, man mag es kaum glauben..) das Fernsehen mit seinen Boulevard-Programmen eine Riesenhilfe..
Ich sah einen Bericht über die damals in Deutschland noch nicht so bekannten Magenverkleinerungen. Und mir war klar, DAS ist mein Weg...
Um allen Kritikern direkt vorweg den Wind aus den Segeln zu nehmen:
Dies ist keine Lobpreisung einer Operation als Allheil-Mittel....es ist nur mein Weg, den ich auch heute im Rückblick, trotz aller auch aufkommenden Schwierigkeiten immer wieder gehen würde!
Mit der gleichen Überzeugung ziehe ich den Hut (und zugegeben...manchmal auch ein wenig mit Neid..) vor Denen, die solche Gewichtsabnahmen allein bewerkstelligen!

Der große Tag kam, und mein neues Leben begann.
In den 12 Tagen Krankenhaus verlor ich die ersten 7 kg und im Laufe des Jahres ging es auch in dem Tempo weiter. Fast 40 kg waren bis Ende des Jahres runter. Mit stattgefundener OP war es mir auch möglich, die Ernährung umzustellen. Vorher war das ein schwieriges Thema.
Natürlich gab es, und das möchte ich hier auch gar nicht verschweigen, sagen wir mal Nebenwirkungen. Der Kreislauf hatte Schwierigkeiten sich auf das Tempo der Gewichtsabnahme einzustellen. Aber das pendelte sich mit der Zeit ein. Was bis heute geblieben ist, ist das Sodbrennen. Aber meist nur bei eigenen Eßfehlern oder Streß.
War ich früher Frust-Esser so hat sich das heute ins Gegenteil gekehrt. Bei Streß und Problemen ist mein Magen wie zugeschnürt.
Naja....und das Kochen großer Mengen kann ich mir bis heute nicht abgewöhnen. Aber heute profitieren da auch mal meine Nachbarn von..(gell Carmen ;-)).
Nein, aber ernsthaft. Die geistige Vorstellung vom eigenen Körper ist bei der rasanten Veränderung nicht mitgekommen. So passiert es dann immer noch, dass ich in die Versuchung gerate, Kleidungsstücke zu groß zu kaufen.
Gewisse Lebensmittel dürfen auch nicht mehr auf dem Speiseplan stehen. Dieses hat aber nur was mit der Konsistenz zu tun. Bei den Meisten macht mir das auch gar nichts aus....nur meinen Spargel vermisse ich schon hin und wieder.

Heute bin ich fast da, wo ich hin möchte. Ich habe insgesamt gut 67 kg abgenommen und es geschafft, bis auf die üblichen Gewichtsschwankungen die jeder kennt, meine Gewicht zu halten.
Auch wenn ich weiss, dass ich es ohne die Hilfe dieser Magenverkleinerungs-OP nie geschafft hätte, bin ich stolz darauf!
Bei Fragen hierzu...emails an mich... :-)
Und wie gesagt.... Ich würde es immer wieder tun..!!!
Und was ist mit Euch??
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